Photovoltaik Anlage

Warum eine Photovoltaik Anlage?

Die schlechte Nachricht vorweg: Die staatlich garantierte Solarvergütung fürs Einspeisen von selbst erzeugtem Solarstrom ins öffentliche Netz sinkt stetig. Anfang 2021 lag sie bei 8,16 Cent (ct) pro Kilowattstunde (kWh) für kleinere Anlagen bis 10 KilowattPeak (kWp).
Dennoch rechnet sich die Neuinstallation einer Photovoltaik-Anlage auch in Zukunft: Dann nämlich, wenn Sie den damit eigens erzeugten Solarstrom auch selbst verbrauchen. Obwohl es sehr unwahrscheinlich ist, dass Sie damit ihren kompletten Verbrauch decken, aber Sie senken damit dennoch Ihre Stromrechnung, denn der Eigenverbrauch mindert die Strommenge, die Sie aus dem Netz beziehen, um Ihren Haushalt mit Strom zu versorgen.
Für eine PV-Anlage bis 10 kWp, müssen Sie beim Eigenverbrauch keine Abgabe bezahlen. Staatliche Förderungen, zum Beispiel für Stromspeicher, können Sie dabei unterstützen, wenn Sie das Betreibermodell „Eigenverbrauch“ realisieren wollen.

Lohnt sich eine Photovoltaik Anlage?

Betrachtet man nur die Klimabilanz der Erzeugung von Solarstrom lässt sich die Frage mit einem klaren „Ja!“ beantworten.
Stellt man die wirtschaftlichen Aspekte in den Vordergrund, also Anschaffung und Betrieb der Anlage über die Jahre, ist die Antwort ein wenig komplexer.

Rechnet sich eine Photovoltaik-Anlage für Sie?

Wer nach 2020 eine PV-Anlage kauft, muss wissen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen sich mit der Volleinspeisung des selbst erzeugten solaren Stroms ein Gewinn erwirtschaften ließ, sobald sich die Anlage nach acht bis zehn Jahren erst einmal wirtschaftlich amortisiert hatte.
Die Einspeisevergütung, die einst bei bis zu 30 Cent pro kWh lag, sank sie für kleinere Anlagen, wie sie auf Ein- und Zweifamilienhäusern üblich sind, in Abhängigkeit von der Anlagengröße auf 8,16 ct/kWh für 20 Jahre (Stand Januar 2021). Die aktuelle Einspeisevergütung entnehmen Sie der Webseite der Bundesnetzagentur.

Das Fraunhofer-Institut ISE beantwortet die Frage „Kann eine neue PV-Anlage gute Renditen bringen?“ in der Faktensammlung „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“ dennoch mit einem klaren „Ja.“ Zur Begründung führt das ISE beispielhaft an: „Das Solar Cluster Baden-Württemberg hat für kleine Anlagen ohne Batteriespeicher und mit Eigenverbrauchsanteil um 25 % Renditen bis 5 % abgeschätzt [SCBW]. Eigenverbrauch lohnt umso mehr, je größer die Differenz zwischen den Bezugskosten für Strom und den Stromgestehungskosten der PV-Anlage ausfällt.“
In einfachen Worten: je teurer der gekaufte Strom, desto mehr rentiert sich die eigene PV Anlage auf dem Dach.

Sonnenauf- und Untergänge sind in der Regel eine schöne Sache, für eine PV Anlage aber leider ein Nachteil. Wenn sie Tagsüber nicht zuhause sind benötigen sie einen Energiespeicher um die gewonnene Energie später zu nutzen
Sei kein Speicher vorhanden, hänge das Eigenverbrauchspotential laut ISE vom Erzeugungs- und Verbrauchsprofil ab: Haushalte würden je nach Größe der PV-Anlage 20 bis 40 Prozent bezogen auf den erzeugten Strom erzielen.
Fakt ist auch, ein Stromspeicher hilft dabei den Eigenverbrauch zu verdoppeln und damit den Strombezug vom Stromlieferanten entsprechend zu senken. Und auch bei Arten von Energiespeichern gibt es Unterschiede:

Derzeit werden vorwiegend die preiswerteren Blei-Akkus, ausgelegt auf bis zu 2.000 Ladezyklen verwendet. Die Entladetiefe liegt bei 50 Prozent. Sie können also nur die Hälfte des gepufferten Solarstroms zum Eigenverbrauch nutzen.
Lithium-Speicher sind effizienter, machen bis zu 6.000 Ladezyklen mit und Sie können bis zu 90 Prozent des gespeicherten Stroms nutzen – sie sind aber auch dementsprechend teurer

Kurz gesagt, ein Solarstromspeicher lohnt sich für Sie, wenn Sie:

• eine PV-Anlage neu kaufen
• den eigens erzeugten Solarstrom Großteils selbst verbrauchen oder planen dies zu tun.
• unabhängiger von ihrem Energieversorger und steigenden Strompreisen wollen werden.
• Wert auf Klimaschutz legen.